Blog über Geldanlage und Finanzen
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So funktionieren festverzinsliche Wertpapiere

Du willst Dein Geld sicher anlegen und möchtest nicht ständig den Aktienchart beobachten um festzustellen, dass du schon wieder Geld an der Börse verloren hast. Du möchtest ruhig schlafen und suchst nach sicheren Alternativen für die Geldanlage. Neben dem Sparbuch können festverzinsliche Wertpapiere eine Alternative darstellen. Festverzinslichen Wertpapieren werden von Unternehmen oder Staaten (Emittenten) – zur Fremdkapitalbeschaffung – herausgegeben.

Begriff Emittent
Staatsanleihen Der Staat und andere Körperschaften
Bundesschatzbriefe Bund
Kommunalanleihe Kommune
Industrieanleihen Industrieunternehmen
Bank-und Sparkassenanleihen Banken und Sparkassen

 

Die Qualität – also welches Risiko gehe ich mit der Anleihe ein – hängt auch immer stark vom Emittenten ab. Auch hier gilt wieder der Grundsatz: Eine Rendite über dem üblichen Zinssatz kann nur mit einem erhöhtem Risiko erreicht werden. Wir erinnern uns alle an die Griechische Finanzkrise. Die Staatsanleihen brachten eine Rendite von 20 %. Aber was bringen mir 20 %, wenn das Geld nachher weg ist. Sicherheit sieht anders aus.

Die Ausstattungs- bzw. die Qualitätsmerkmale

Laufzeit

  • kurzfristig bis 4 Jahre Laufzeit
  • mittelfristig zwischen 4 und 8 jahren
  • langfrsitig mehr als 8 Jahre

Währung

  • Bei Fremdwährungsanleihen kann ein Währungsrisiko entstehen.

Verzinsung
Rang im Konkursfall des Schuldner

  • Für den Fall des Konkurses ist zwischen vorrangigen, gleichrangigen und nachrangigen Anleihen zu unterscheiden

Die Verzinsung einer Anleihe

Grundsätzlich lassen sich die Anleihen erstmal in 2 Kategorien unterteilen:

Nullkupon

Die Nullkupon-Anleihe  auch Zero-Bond genannt, ist nicht mit einer jährlichen Zinszahlung ausgestattet. Der Anleger erhält am Laufzeitende den Nennwert der Anleihe ausbezahlt. Die Anleihe wird mit einem hohen Abschlag emittiert und zum Tilgungszeitpunkt mit 100 % zurückgezahlt.Dazu ein Beispiel. Eine Anleihe wird mit einem  Kurs von 70 % und einer Laufzeit von 10 Jahren gekauft. Am Ende der Laufzeit erhält der Kunden den festgesetzten Nennwert  von 100%.

mit Zinskupon

Übersicht Verzinsung einer Anleihe

verzinsung_wertpapiere

Welche Risiken gibt es?

Der größte Risiko bei den Anleihen stellt sicherlich das Bonitätsrisiko dar. Unter dem Bonitätsrisiko versteht man die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Die Ursachen für eine Bonitätsveränderung können auf konjunkturelle Veränderungen – z.B. weil sich  die Gewinnsitutation  verändert oder das Produkt nicht mehr am Markt nachgefragt wird – aber auch politische Veränderungen können Auswirkungen auf die Bonität haben.  Eine Bonitätsveränderung wird sich ungünstig auf den Kursverlauf einer Anleihe aus.  So wurden z.b. Griechische Staatsanleihen teilweise nur noch mit einem Kurs von 30 % an der Börse gehandelt.

Eine erstklassige Schuldnerbonität ist in der Regel immer mit einer niedrigen Rendite verbunden. Deutsche Staatsanleihen haben einen hervorragenden Ruf und eine gute Bonität. Aber die Rendite liegt unter der Inflation. Wer deutsche Staatsanleihen kauft, verliert rechnerisch jedes Jahr Geld. Aber sie werden trotzdem gekauft, denn sie sind sicher. Anleger müssen also abwägen, ob Sie eine geringer Rendite in Kauf nehmen oder ein höheren Risiko eingehen wollen.

Als Entscheidungshilfe veröffentlichen unabhängige Ratingagenturen Bonitäts- und Einstufungsnoten für den Schuldner. Mit den so genannten Ratings, wird die Wahrscheinlichkeit bewertet, dass ein Schuldner die Zins-  und Tilgungszahlung rechtzeitig und in vollem Umfang erfüllt.

Aber auch das Währungsrisiko – die Veränderung des entsprechenden Wechselkurs – ist nicht zu vernachlässigen.

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1×1 der Geldanlage: Das magische Dreieck der Geldanlage

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